Schneller als der ICE: Der „Fliegende Hamburger“ – in 138 Minuten von Berlin nach Hamburg | Faster than the InterCityExpress: the “Flying Hamburger” – from Berlin to Hamburg in 138 minutes (Ger | Eng)

Der Schnell­trieb­wa­gen „Fliegen­der Ham­burg­er“ in ein­er zeit­genös­sis­chen kün­st­lerischen Darstel­lung. Foto: Fre­un­deskreis May­bach Muse­um e. V. (Inv. Nr. 2020.314)

Ver­spä­tun­gen, Diskus­sio­nen über Infra­struk­tur und steigende Anforderun­gen an nach­haltige Mobil­ität prä­gen heute häu­fig die Wahrnehmung der Bahn. Umso über­raschen­der wirkt ein Blick in die Ver­gan­gen­heit: Bere­its vor über 90 Jahren fuhr ein Zug auf der Strecke zwis­chen Berlin und Ham­burg schneller als viele Verbindun­gen heute.

Rund 30.000 Men­schen fahren täglich auf der Bahn­strecke zwis­chen Berlin und Ham­burg. Heute benötigt der ICE der Deutschen Bahn etwa 146 Minuten für die Strecke, doch vor mehr als 90 Jahren, im Jahr 1933, wurde diese Verbindung um erstaunliche acht Minuten schneller zurück­gelegt. Der Grund dafür war eine bahn­brechende tech­nis­che Inno­va­tion aus dem Hause May­bach: der GO 5 Diesel­mo­tor. Er war nicht nur ein­er der leis­tungsstärk­sten Motoren sein­er Zeit, son­dern ermöglichte es der dama­li­gen Deutschen Reichs­bahn, einen der ersten Fern­schnel­lzüge der Welt auf die Schiene zu brin­gen. Dieser Zug wurde unter dem Spitz­na­men „Der Fliegende Ham­burg­er“ bekan­nt und erlangte durch seine Geschwindigkeit und mod­ernes Design große Berühmtheit. Doch wie kam es zu dieser tech­nis­chen Meis­ter­leis­tung? Welche Her­aus­forderun­gen mussten gemeis­tert wer­den, um dieses inno­v­a­tive Verkehrsmit­tel zu entwickeln?

Die Anfänge der Diesel­tech­nolo­gie im Eisenbahnverkehr

Die Geschichte der deutschen Diesel­loko­mo­tiv­en und ‑trieb­wa­gen begann bere­its kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Die May­bach-Motoren­bau GmbH aus Friedrichshafen stand damals vor der Her­aus­forderung, ihre beste­hen­den Ressourcen nach dem Ende des Krieges neu auszuricht­en. Auf­grund der Beschränkun­gen durch die alli­ierten Rüs­tungsaufla­gen musste sich May­bach neue Märk­te erschließen, vor allem in der zivilen Fahrzeugtech­nik. Ab 1919 begann das Unternehmen, sich mit der Entwick­lung von Diesel­mo­toren für den Eisen­bah­n­verkehr zu befassen.

May­bach lieferte 1924 den ersten funk­tion­stüchti­gen Diesel­mo­tor für Eisen­bah­n­fahrzeuge an die Eisen­bahn-Verkehrsmit­tel AG in Berlin. Der Motor, der unter der Beze­ich­nung G4a bekan­nt wurde, war ein Meilen­stein in der Entwick­lung von Diesel­trieb­wa­gen. Als Vor­läufer der späteren Diesel­loko­mo­tiv­en rev­o­lu­tion­ierte er den Schienen­verkehr und leit­ete das Ende der Ära der Dampfloko­mo­tiv­en ein, die über ein Jahrhun­dert lang das Rück­grat des deutschen Eisen­bahn­net­zes bilde­ten. Diese Entwick­lung war jedoch nur der Anfang, denn bere­its in den 1920er Jahren geri­et die Deutsche Reichs­bahn zunehmend unter Druck, ihre Geschwindigkeit und Effizienz zu steigern. Der Wet­tbe­werb mit anderen Verkehrsmit­teln wie dem Auto und dem Flugzeug nahm zu, und die Men­schen ver­langten zunehmend nach schnellerer Mobil­ität. Auch heute zeigt sich eine ähn­liche Entwick­lung: Steigende Kosten für Indi­vid­u­alverkehr und Flu­greisen machen die Bahn erneut zu ein­er attrak­tiv­en Alternative.

Der „Fliegende Ham­burg­er“ – Tech­nik und Design

Die Reichs­bahn entschloss sich deshalb, die Reisezeit­en auf viel­be­fahre­nen Streck­en wie der zwis­chen Berlin und Ham­burg zu verkürzen. Um dies zu erre­ichen, beauf­tragte sie im Jahr 1930 May­bach mit der Entwick­lung eines leis­tungsstarken Diesel­trieb­wa­gens, der mit über 800 PS aus­ges­tat­tet wer­den sollte, um Geschwindigkeit­en von bis zu 150 km/​h zu ermöglichen. Dies war zu dieser Zeit ein ambi­tion­iertes Ziel, das nur mit ein­er inno­v­a­tiv­en Motorentech­nolo­gie erre­icht wer­den konnte.

Der GO 5 Diesel­mo­tor von May­bach erfüllte diese her­aus­fordern­den Anforderun­gen. Mit sein­er außergewöhn­lichen Leis­tung von 1.200 PS in zwei Motoren pro Trieb­wa­gen über­traf der „Fliegende Ham­burg­er“ alle Erwartun­gen. Während ein­er Erprobungs­fahrt zwis­chen Friedrichshafen und Ulm (Baden-Würt­tem­berg) kon­nte der Trieb­wa­gen eine Höch­st­geschwindigkeit von 160 km/​h erre­ichen, was die ursprünglichen Zielvor­gaben deut­lich übertraf.

Für den Bau des Zuges wurde die Wag­gon- und Maschi­nen­bau AG in Gör­litz (Sach­sen) beauf­tragt. Der Trieb­wa­gen erhielt eine mod­ern gestal­tete Kopf­form, die den Prinzip­i­en der Strom­lin­ien­form fol­gte, die zu dieser Zeit immer wichtiger wurde, um den Luftwider­stand zu min­imieren und höhere Geschwindigkeit­en zu erre­ichen. Die aero­dy­namis­che Form des Fahrzeugs wurde daher einge­hend im Wind­kanal getestet, um die best­mögliche Leis­tung zu erzie­len. Das Design war nicht nur funk­tion­al, son­dern auch ein ästhetis­ches Meis­ter­w­erk, das die dama­lige Vision von fortschrit­tlich­er Mobil­ität widerspiegelte.

Die strom­lin­ien­för­mige Kopf­form gab dem Trieb­wa­gen seine mod­erne Erschei­n­ung. Foto: Fre­un­deskreis May­bach Muse­um e. V. (Inv. Nr. 2019.301)

Die Geburt des „Fliegen­den Hamburgers“

Der Pro­to­typ dieses neuen Diesel­trieb­wa­gens, der die Beze­ich­nung SVT 877 a/​b trug, wurde am 15. Mai 1933 erst­mals fahrplan­mäßig zwis­chen Berlin und Ham­burg einge­set­zt. Der Zug war nicht nur durch seine hohe Geschwindigkeit von 138 Minuten Fahrtzeit bemerkenswert, son­dern auch durch sein mod­ernes Design, das ihm den Spitz­na­men „Der Fliegende Ham­burg­er“ ein­brachte. Die Men­schen staunten nicht nur über die Geschwindigkeit, son­dern auch über das futur­is­tis­che Ausse­hen des Zugs, der die Vorstel­lung von Reisen im 20. Jahrhun­dert revolutionierte.

Sobald der „Fliegende Ham­burg­er“ auf den Bahn­höfen hielt, säumten Schaulustige die Gleise, um einen Blick auf den Schnel­lzug zu erhaschen. Der Zug wurde zu ein­er Sen­sa­tion und sym­bol­isierte den tech­nol­o­gis­chen Fortschritt und das Streben nach schnellerer, effizien­ter Mobil­ität in ein­er Zeit des wirtschaftlichen Umbruchs.

Der „Fliegende Ham­burg­er“ wurde wegen sein­er Geschwindigkeit und mod­er­nen Form die Attrak­tion auf den Bah­n­gleisen. Hier dient er als Hin­ter­grund für eine Grup­pe­nauf­nahme. Foto: Fre­un­deskreis May­bach Muse­um e. V. (Inv. Nr. 2019.467)

Der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit

Die fünf Fern­schnel­lzüge der „Ham­burg Bauart“, die auf der Strecke zwis­chen Berlin und Ham­burg verkehrten, hiel­ten jedoch nicht lange in der friedlichen Zeit. Mit dem Aus­bruch des Zweit­en Weltkriegs wur­den die Züge teil­weise für den Trup­pen­trans­port genutzt. Die Reichs­bahn musste auf die sich ständig verän­dernde Kriegswirtschaft reagieren, und der schnelle, ziv­il genutzte Trans­port wurde vorüberge­hend in den Hin­ter­grund gestellt.

Nach dem Ende des Krieges und der deutschen Teilung 1945 erlebte der „Fliegende Ham­burg­er“ eine neue Ära, jedoch in einem anderen Kon­text. Der Pro­to­typ SVT 877 wurde bis 1957 von der Deutschen Bun­des­bahn in West­deutsch­land einge­set­zt und gilt heute als eines der tech­nis­chen High­lights der deutschen Eisen­bah­ngeschichte. Nach sein­er Aus­musterung wurde der Zug im Verkehrsmu­se­um Nürn­berg aus­gestellt und ist dort ein faszinieren­des Zeug­nis der deutschen Ingenieurskunst.

Die übri­gen Züge der Bau­rei­he wur­den 1957 der Deutschen Reichs­bahn in der DDR übergeben und waren dort teil­weise bis 1983 im Ein­satz. Der „Fliegende Ham­burg­er“ über­dauerte in viel­er­lei Hin­sicht den Krieg und die poli­tis­chen Umbrüche, die er miter­lebte, und stand als Sym­bol für die deutsche Inge­nieurskun­st. Ein Mod­ell der Schwest­er­bau­r­rei­he „SVT Köln“ wurde vor eini­gen Jahren von der Wil­helm und Karl May­bach Stiftung erwor­ben und verkauft. In Leipzig ste­ht ein Mod­ell der Bau­rei­he „Ham­burg“ ste­ht seit 2005 auf Gleis 24 im Leipziger Haupt­bahn­hof als Exponat.

Der ICE und das Erbe des „Fliegen­den Hamburgers“

Erst ein Mod­ell aus der Rei­he ICE 2 schaffte es 1997 den Geschwindigkeit­sreko­rd des „Fliegen­den Ham­burg­ers“ zu über­bi­eten. Foto: Fred­erik Wrobel

Erst 1997, rund 64 Jahre nach der ersten Fahrt des „Fliegen­den Ham­burg­ers“, wurde der Geschwindigkeit­sreko­rd auf der Strecke zwis­chen Berlin und Ham­burg von einem ICE unter­boten – allerd­ings nur um sechs Minuten. Der „Fliegende Ham­burg­er“ und seine leis­tungsstarken, lan­glebi­gen May­bach-Motoren haben damit einen bleiben­den Ein­fluss auf den deutschen Schienen­verkehr und sind ein ein­drucksvolles Beispiel für tech­nis­che Meis­ter­leis­tun­gen, die auch Jahrzehn­ten später noch als Vor­bilder dienen.

Die Geschichte des „Fliegen­den Ham­burg­ers“ zeigt nicht nur den tech­nis­chen Fortschritt in der Auto­mo­bil- und Eisen­bah­nin­dus­trie der Zwis­chenkriegszeit, son­dern auch den men­schlichen Wun­sch nach schnellerer, effizien­ter und kom­fort­abler Mobilität.

May­bachs Inno­va­tion­skraft und der Mut, neue Tech­nolo­gien zu entwick­eln und einzuset­zen, haben eine der berühmtesten Züge der Eisen­bah­ngeschichte her­vorge­bracht. Auch heute noch ist der „Fliegende Ham­burg­er“ ein Sym­bol für den Siegeszug der Diesel­mo­toren im deutschen Eisen­bahn­netz und ein Parade­beispiel für Inge­nieurskun­st aus dem Hause Maybach.




The “Fly­ing Ham­burg­er” express rail­car in a con­tem­po­rary artis­tic depic­tion. Pho­to: Friends of the May­bach Muse­um Asso­ci­a­tion (Inv. No. 2020.314)

Delays, dis­cus­sions about infra­struc­ture, and increas­ing demands for sus­tain­able mobil­i­ty often shape the per­cep­tion of rail trav­el today. This makes a look back at the past all the more sur­pris­ing: more than 90 years ago, a train ran between Berlin and Ham­burg faster than many con­nec­tions do today.

Around 30,000 peo­ple trav­el dai­ly on the rail­way line between Berlin and Ham­burg. Today, Deutsche Bah­n’s Inter­Ci­ty­Ex­press takes around 146 min­utes to cov­er the route, but more than 90 years ago, in 1933, this con­nec­tion was cov­ered in an aston­ish­ing eight min­utes faster. The rea­son for this was a ground­break­ing tech­ni­cal inno­va­tion from May­bach: the GO 5 diesel engine. Not only was it one of the most pow­er­ful engines of its time, it also enabled the then Deutsche Reichs­bahn to launch one of the world’s first long-dis­tance express trains. This train became known by the nick­name “The Fly­ing Ham­burg­er” and gained great fame for its speed and mod­ern design. But how did this tech­ni­cal mas­ter­piece come about? What chal­lenges had to be over­come to devel­op this inno­v­a­tive means of transport?

The begin­nings of diesel tech­nol­o­gy in rail transport

The his­to­ry of Ger­man diesel loco­mo­tives and rail­cars began short­ly after the First World War. May­bach-Motoren­bau GmbH in Friedrichshafen was faced with the chal­lenge of realign­ing its exist­ing resources after the end of the war. Due to restric­tions imposed by the Allied arma­ment reg­u­la­tions, May­bach had to tap into new mar­kets, espe­cial­ly in civ­il vehi­cle tech­nol­o­gy. In 1919, the com­pa­ny began to focus on the devel­op­ment of diesel engines for rail transport.

In 1924, May­bach deliv­ered the first func­tion­al diesel engine for rail vehi­cles to Eisen­bahn-Verkehrsmit­tel AG in Berlin. The engine, known as the G4a, was a mile­stone in the devel­op­ment of diesel rail­cars. As the pre­cur­sor to lat­er diesel loco­mo­tives, it rev­o­lu­tion­ized rail trans­port and her­ald­ed the end of the era of steam loco­mo­tives, which had been the back­bone of the Ger­man rail­way net­work for over a cen­tu­ry. How­ev­er, this devel­op­ment was only the begin­ning, because as ear­ly as the 1920s, the Deutsche Reichs­bahn came under increas­ing pres­sure to increase its speed and effi­cien­cy. Com­pe­ti­tion from oth­er modes of trans­port such as cars and air­planes was grow­ing, and peo­ple were increas­ing­ly demand­ing faster mobil­i­ty. A sim­i­lar devel­op­ment can be seen today: Ris­ing costs for pri­vate trans­port and air trav­el are once again mak­ing rail an attrac­tive alternative.

The “Fly­ing Ham­burg­er” – tech­nol­o­gy and design

The Reichs­bahn there­fore decid­ed to short­en trav­el times on busy routes such as the one between Berlin and Ham­burg. To achieve this, in 1930 it com­mis­sioned May­bach to devel­op a pow­er­ful diesel rail­car with over 800 hp to enable speeds of up to 150 km/​h. This was an ambi­tious goal at the time, which could only be achieved with inno­v­a­tive engine tech­nol­o­gy. May­bach’s GO 5 diesel engine met these chal­leng­ing require­ments. With its extra­or­di­nary out­put of 1,200 hp in two engines per rail­car, the “Fly­ing Ham­burg­er” exceed­ed all expec­ta­tions. Dur­ing a test run between Friedrichshafen and Ulm (Baden-Würt­tem­berg), the rail­car reached a top speed of 160 km/​h, sig­nif­i­cant­ly exceed­ing the orig­i­nal targets.

Wag­gon- und Maschi­nen­bau AG in Gör­litz (Sax­ony) was com­mis­sioned to build the train. The rail­car was giv­en a mod­ern head shape that fol­lowed the prin­ci­ples of stream­lin­ing, which was becom­ing increas­ing­ly impor­tant at the time in order to min­i­mize air resis­tance and achieve high­er speeds. The aero­dy­nam­ic shape of the vehi­cle was there­fore thor­ough­ly test­ed in a wind tun­nel to achieve the best pos­si­ble per­for­mance. The design was not only func­tion­al, but also an aes­thet­ic mas­ter­piece that reflect­ed the vision of advanced mobil­i­ty at the time.

The stream­lined head shape gave the rail­car its mod­ern appear­ance. Pho­to: Friends of the May­bach Muse­um Asso­ci­a­tion (Inv. No. 2019.301)

The birth of the “Fly­ing Hamburger”

The pro­to­type of this new diesel rail­car, des­ig­nat­ed SVT 877 a/​b, was first used on a sched­uled ser­vice between Berlin and Ham­burg on May 15, 1933. The train was remark­able not only for its high speed, with a jour­ney time of 138 min­utes, but also for its mod­ern design, which earned it the nick­name “The Fly­ing Ham­burg­er.” Peo­ple were amazed not only by its speed, but also by the futur­is­tic appear­ance of the train, which rev­o­lu­tion­ized the con­cept of trav­el in the 20th century.

As soon as the “Fly­ing Ham­burg­er” stopped at sta­tions, onlook­ers lined the tracks to catch a glimpse of the express train. The train became a sen­sa­tion, sym­bol­iz­ing tech­no­log­i­cal progress and the pur­suit of faster, more effi­cient mobil­i­ty in a time of eco­nom­ic upheaval.

The “Fly­ing Ham­burg­er” became the attrac­tion on the rail­road tracks because of its speed and mod­ern design. Here it serves as the back­drop for a group pho­to. Pho­to: Friends of the May­bach Muse­um Asso­ci­a­tion (Inv. No. 2019.467)

World War II and the post-war period

How­ev­er, the five Ham­burg-type express trains that ran between Berlin and Ham­burg did not remain in ser­vice for long dur­ing the peace­ful peri­od. With the out­break of World War II, some of the trains were used to trans­port troops. The Reichs­bahn had to respond to the con­stant­ly chang­ing war econ­o­my, and fast, civil­ian trans­port was tem­porar­i­ly put on the back burner.

After the end of the war and the divi­sion of Ger­many in 1945, the “Fly­ing Ham­burg­er” entered a new era, but in a dif­fer­ent con­text. The pro­to­type SVT 877 was used by the Deutsche Bun­des­bahn in West Ger­many until 1957 and is now con­sid­ered one of the tech­ni­cal high­lights of Ger­man rail­way his­to­ry. After being tak­en out of ser­vice, the train was exhib­it­ed at the Trans­port Muse­um in Nurem­berg, where it stands as a fas­ci­nat­ing tes­ta­ment to Ger­man engineering.

The remain­ing trains in the series were hand­ed over to the Deutsche Reichs­bahn in the GDR in 1957, where some of them remained in ser­vice until 1983. In many ways, the “Fly­ing Ham­burg­er” sur­vived the war and the polit­i­cal upheavals it wit­nessed, becom­ing a sym­bol of Ger­man engi­neer­ing. A mod­el of the sis­ter series “SVT Cologne” was acquired and sold a few years ago by the Wil­helm and Karl May­bach Foun­da­tion. In Leipzig, a mod­el of the “Ham­burg” series has been on dis­play on track 24 at Leipzig Cen­tral Sta­tion since 2005.

The Inter­Ci­ty­Ex­press and the lega­cy of the “Fly­ing Hamburger”

It was not until 1997 that a mod­el from the Inter­Ci­ty­Ex­press 2 series man­aged to beat the speed record set by the “Fly­ing Ham­burg­er.” Pho­to: Fred­erik Wrobel

It was not until 1997, some 64 years after the “Fly­ing Ham­burg­er” made its first jour­ney, that the speed record on the route between Berlin and Ham­burg was bro­ken by an Inter­Ci­ty­Ex­press train – but only by six min­utes. The “Fly­ing Ham­burg­er” and its pow­er­ful, durable May­bach engines have thus had a last­ing influ­ence on Ger­man rail trans­port and are an impres­sive exam­ple of tech­ni­cal mas­ter­pieces that still serve as role mod­els decades later.

The his­to­ry of the “Fly­ing Ham­burg­er” not only demon­strates the tech­ni­cal progress made in the auto­mo­tive and rail­way indus­tries dur­ing the inter­war peri­od, but also the human desire for faster, more effi­cient, and more com­fort­able mobility.

May­bach’s inno­v­a­tive strength and courage to devel­op and use new tech­nolo­gies result­ed in one of the most famous trains in rail­way his­to­ry. Even today, the “Fly­ing Ham­burg­er” remains a sym­bol of the tri­umph of diesel engines in the Ger­man rail­way net­work and a prime exam­ple of May­bach’s engi­neer­ing expertise.

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