Mission impossible? – Nicht für unsere Profi-Stahlbauer!
Ab jetzt wird die Szenografie für unser Maybach Schaudepot eingebaut
Wer kürzlich im Stadtzentrum von Friedrichshafen in der Karlstaße unterwegs war, hat vermutlich den großen LKW vor unserer Fassade bemerkt, aus dem stundenlang schweres Material entladen wurde: Der sonnige Frühlingstag passte perfekt zum Thema Neubeginn, denn eine große Lieferung aus blau strahlendem Stahl hat uns erreicht und den sichtbaren Auftakt zur Installation einer ausgeklügelten Szenografie im künftigen Maybach-Schaudepot markiert.

Dafür wurden lange Stahlschienen und eine Stützkonstruktion als Führungssystem für verschiebbare Grafikwände in unseren Schauraum eingebaut. Grundlegend für diese Arbeiten waren die ausgefeilten Pläne und Leistungsverzeichnisse unseres Schaudepotgestalters, der in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Schlosserei eine maßgeschneiderte Lösung speziell für unser Schaudepot erarbeitet hat. Es wurde eine Millimeterarbeit, für die zunächst gründliche Messungen mit modernen Lasergeräten durchgeführt wurden, um die Bohrungen im Abgleich zwischen Plan und Messergebnis perfekt zu setzen. Vielfarbig zogen sich immer wieder Laserstrahlen durch den Raum und ließen durch das geometrische Muster die hohen Anforderungen an die Genauigkeit der technischen Umsetzung sichtbar werden. Hier war die Expertise der ausführenden Firma wie bei den bisher tätigen Gewerken ein beeindruckendes Erlebnis. Die Baustelle war täglich von produktiver Atmosphäre und konzentriertem Einsatz geprägt. Dabei kam auch eine Vielzahl an Maschinen und Spezialwerkzeug zum Einsatz. Gerade weil wir uns im Maybach-Team so intensiv mit Technikgeschichte und Maschinenkunde befassen, haben wir auch vor der Erfindung solcher Gerätschaften großen Respekt. Sie alle haben eine lange Traditionslinie, erleichtern die Arbeit und machen sie sicherer, wobei geschultes handwerkliches Können die Voraussetzung für ihre fachgerechte Bedienung ist.

Nichts ist also auf einer Baustelle wie der unseren so selbstverständlich, wie es zunächst scheint: Denn schließlich war es die Fähigkeit zur Erfindung von Werkzeug durch unsere frühen Vorfahren in der Steinzeit, welche die Entstehung unserer heutigen hochtechnisierten Zivilisation überhaupt erst möglich gemacht hat. Vergessen wir nie, dass die Ausbildung menschlicher Kreativität und Kultur untrennbar mit der Herstellung und Nutzung von Werkzeug einher ging! Diese Rückbesinnung auf die Ursprünge menschlicher Weltaneignung hilft uns, heutigen Fortschritt besser zu verstehen — und auch Themen wie die Mobilitätsgeschichte oder die Maybach-Historie als Teil einer langen, faszinierenden evolutionären Entwicklung zu begreifen.
Gerade auf unserer Baustelle wird deutlich, wie wenig sich komplexe Prozesse vollständig automatisieren lassen. Wir können uns kaum vorstellen, dass KI-gesteuerte Roboter absehbar solche vielschichtigen musealen Montagearbeiten übernehmen können. Über vier Tage hinweg mussten die Techniker ihre Arbeit kontinuierlich an die realen baulichen Gegebenheiten anpassen. Entscheidend war dabei nicht nur ihr hochspezialisiertes Fachwissen, sondern auch die permanente Abstimmung im Team. Selbst wenn etwas im buchstäblichen Sinne „schief“ aussah, waren sie nicht aus der Façon zu bringen. Denn nur weil eine Wand gerade wirkt, heißt dies noch lange nicht, dass die Wasserwaage dies auch bestätigen kann. Entsprechend wurde laufend nachgemessen und justiert. Auch praktische Lösungen für Revisionsvorrichtungen – etwa für Belüftung und Elektrik – entstanden kurzfristig vor Ort. Dabei wurden stets sowohl technische als auch gestalterische Anforderungen sowie die späteren Betriebsabläufe berücksichtigt.
Wir sagen „Chapeau“ und danken allen Beteiligten für eine tolle Arbeitswoche auf der Baustelle im Maybach Schaudepot!
In Kürze geht es weiter mit dem Druckprozess unserer Grafiken, die eingespannt in verschiebbare Rahmen eine dynamische Kulisse und spannende Vermittlungsebene bieten werden. Schon bald zeigen wir also weitere Bilder unseres laufenden Ausstellungsaufbaus. Bleiben Sie dran!

Mission impossible? – Not for our professional steel fabricators!
Work has now begun on installing the scenography for our Maybach Schaudepot
Anyone who has recently been walking down Karlstraße in downtown Friedrichshafen has probably noticed the large truck parked in front of our building, from which heavy materials were being unloaded for hours on end: The sunny spring day was the perfect backdrop for a fresh start, as a large shipment of gleaming blue steel arrived, marking the visible beginning of the installation of a sophisticated set design in the future Maybach Schaudepot.

To achieve this, long steel rails and a support structure were installed in our exhibition space to serve as a guide system for sliding graphic panels. Fundamental to this work were the detailed plans and specifications developed by our exhibition space designer, who collaborated with a specialized metalworking shop to create a custom solution tailored specifically for our exhibition space. It was precision work requiring millimeter accuracy, for which thorough measurements were first taken using modern laser equipment to ensure the drill holes were perfectly aligned between the plan and the measurement results. Multicolored laser beams repeatedly swept across the room, and their geometric patterns made the high demands on the accuracy of the technical implementation clearly visible. Here, as with the trades involved previously, the expertise of the contractor was an impressive experience. The construction site was characterized daily by a productive atmosphere and focused effort. A wide variety of machines and special tools were also used. Precisely because we in the Maybach team are so deeply engaged in the history of technology and the science of machinery, we also have great respect for the invention of such equipment. They all have a long tradition, make work easier and safer, although skilled craftsmanship is a prerequisite for their proper operation.

So, on a construction site like ours, nothing is as self-evident as it might seem at first glance: after all, it was our early ancestors’ ability to invent tools during the Stone Age that made the emergence of our modern, highly technological civilization possible in the first place. Let us never forget that the development of human creativity and culture was inextricably linked to the manufacture and use of tools! This return to the origins of humanity’s engagement with the world helps us better understand today’s progress – and to view topics such as the history of mobility or the history of Maybach as part of a long, fascinating evolutionary development.
It is particularly evident on our construction site how difficult it is to fully automate complex processes. We can hardly imagine that AI-controlled robots will be able to take over such multifaceted museum installation work in the foreseeable future. Over the course of four days, the technicians had to continuously adapt their work to the actual structural conditions. What was crucial here was not only their highly specialized expertise, but also constant coördination within the team. Even when something looked “crooked” in the literal sense, they remained unfazed. After all, just because a wall appears straight doesn’t mean a level will confirm it. Accordingly, measurements were constantly taken and adjustments made. Practical solutions for access panels – such as those for ventilation and electrical work – were also developed on-site at short notice. In doing so, both technical and design requirements, as well as future operational processes, were always considered.
We say “Hats off” and thank everyone involved for a great week of work on the construction site at the Maybach Schaudepot!
We’ll soon be moving on to the printing process for our graphics, which, mounted in sliding frames, will provide a dynamic backdrop and an engaging interpretive layer. So, we’ll be sharing more photos of our ongoing exhibition setup very soon. Stay tuned!

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